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Kletterlager Kroatien

Mit dabei waren:

Der Görki leerende Mario

Der beim Pirouettenüben auf dem Autorastplatz umgefallene Tom (War er betrunken? Natürlich nicht, er war nur eben Mal sich selbst…)

Der Power-pissende, violette Pickel bekommende Damian

Der volle Einsatz zeigende Volleyballspieler Lukas

Der Diabolo (nicht Teufel!) spielende Tobi

Der das wichtigste Utensil vergessende Oli (O.)

Paul heisst er, der Bademeister

Der Rasta-man Michi

Die urchige Ursina

Die am Strand Lapi anrufende Salome

Die Köchin Sonja

Die Extrawurst Chantal

Die sich ständig verirrende Claudine

Die von Jungs umzingelte Sylvia

Freddie unser Haustier



Diesmal ging es anstatt samstags in der Früh schon am Freitag um Mitternacht los. Mit einer halben Stunde Verspätung traf Tom am Bahnhof Basel ein, wo wir schon ungeduldig auf das rote Wägeli warteten- Salome mit ihrem Lapi, Chantal und Claudine mit ihren Antiken, ebenso Paul und Sylvia. Auch Damian und Michi kamen dort schon dazu. Oli, Tobi, Lukas und Sonja sind nach Chur gereist, um dort bei Mario in den Subaru zu hüpfen.

Nach dem Gepäckverlad gings Richtung Innnerschweiz, wo Ursina zustieg, und danach Via Milano- Venezia-Trieste nach Staringrad. Mitten in der Nacht, irgendwo nach dem Gotthard, hat die Büssli-Crew die PW-Gang getroffen.

Zum Glück hat Mario ein Navi und musste sich so nicht auf die Co-Pilotin verlassen, wie das im Büssli der Fall war. Irgendwann mussten die beiden Co-Pilotinnen ausgetauscht werden, da sie keine Ahnung von Kartenlesen hatten…

Nach 17 Stunden Autofahrt kamen wir auf unserem Zeltplatz an, aber das Wetter war noch das Selbe wie am Tag zuvor: Regen und Nebel so weit das Auge reichte!

Dort angekommen gings sofort ans Zeltaufbauen. Doch dank Tom’s Schnellaufbauzelte konnten die restlichen Unterkünfte einigermassen im Trockenen aufgebaut werden. Wegen diesen unerwünschten Tröpfchen aus den Bäumen waren sich nicht alle sicher, wie wasserfest ihr Zelt sei und so reservierte sich Sonja schon Mal prophylaktisch einen trockenen Platz bei Damian. Mario muss noch einen Besen „fressen“, denn sein hübsches Zelt war –unerwartet- regenundurchlässig! Wie jedes Jahr, hatten wir auch diesmal definitiv genügend Zelte- 10 Zelte für 14 Leute! Alle Leiter hatten somit ihr Ego-Zelt, teilweise mit sehr luxuriösen Matratzen...

Tom hatte, damit uns auf keinen Fall langweilig wird, einen Beschäftigungsplan (Ämtliplan) erstellt. So musste abwechselnd Abgewaschen, Gekocht, Touren geplant und Animiert werden. Damian weigerte sich, seine Step-Aerobic-Choreo vorzuzeigen, als er Animator war; dafür gabs ein Konzert mit Pfadi-Liedern, begleitet von Oli. Auch probierte er sich als Rope Skipper- wobei er seine Karriere sehr bald schon wieder beendete. Fast jeden Abend jassten die Jüngeren, während dem die Älteren sich über LAPs, Lappis, Esel, die Leiden des jungen O‘s und dergleichen unterhielten…

Das Tourenplanen-Ämtli fiel sozusagen ins Wasser, da eigentlich schon von Anfang klar war, wo’s die ganze Woche hinging- nämlich in den Nationalpark Paklenica. Das bedeutete für uns 2x täglich zwischen 30-60 Minuten gezwungenes Spazieren. Anfang Woche protestierten die Kletter-Cracks, ob man nicht- wie alle anderen- mit dem Auto hinfahren könne. Aber danach kein Wort mehr und brav spazierten wir den Schildern nach: Winnetou 1, Winnetou 2, Historical Point, Paklenica Mühle,… Winnetou 9,…

Was das Klettern anbelangt, ging eigentlich alles nach Plan, ausser mit dem Stup hatten einige so ihre Mühe… Eine Kletterin klemmte sogar im Spalt in der Position der ägyptischen Pyramidenmalereien, ganz nach dem Motto „Hat und gibt sich Mühe“… aber trotzdem schafften es alle nach oben und es war ein richtiges Schmackerl!

Grob gesagt machten wir stets am Morgen, ok meistens gings länger als der Morgen dauerte, eine super-tolle-messerscharfe Mehrseillänge von ca. 4 Seillängen und am Nachmittag gings dann in den abgespeckten, vollen Klettergarten. Wobei im Vergleich zum Basler Jura nicht von Speck die Rede sein kann, aber im Vergleich zu den Mehrseillängen schon.

Meistens teilten wir uns in Gruppen auf: die Cracks (Michi, Oli, Tobi, Salome, Damian, Sylvia); die Geniesser (Ursina, Lukas, Paul, Sonja und Claudine) und Chantal hatte dann meist Einzelbetreuung, entweder mit Tom oder Mario.

Den Tag läuteten wir um halb 9 mit Morgenessen ein, also ferienlagermässig. Lukas, der Traum jeder Schwiegermutter, bereitete das ganze Frühstück vor, schnitt das Brot, etc… Sonja’s Aufgabe war dann das Kaffeekochen und stets so, dass er genau fertig war, als Damian aus seinem Zelt schlüpfte. Denn bei ihm geht nichts ohne Kaffee! Anfangs Woche war sowieso immer ein riesen „run“ auf den Kaffee, dieser „run“ nahm dann aber langsam aber sicher ab, als es nur noch kroatischen Kaffee mit blonden Frauen gab und einige konvertierten zu Teetrinkern. Nutella war eigentlich rundum beliebt, ausser bei einer bestimmten Person. Wehe, es hatte dann braune Spuren an der Butter, das ging gar nicht!!

Am Mittwoch, da ja eigentlich Ruhetag geplant gewesen wäre, war es erlaubt unter Aufsicht von der Rettungsschwimmerin Salome, an den Strand zu gehen. Aber einige Ausdauernde (unter ihnen auch Tom, ganz zu Sonjas Freude, denn so musste sie sich nicht live schämen, für des Onkels Badehose!) stiegen weiter im Fels umher, denn schliesslich waren wir ja in einem Kletter- und nicht in einem x beliebigen Ferienlager! Wie mir gesagt wurde, spielte man genüsslich Volleyball. Doch plötzlich landete einer (aus Schutz der Privatsphäre verzichte ich darauf, den Namen zu nennen…) auf seinem Allerwertesten, was aus den Fotos ersichtlich wird.

Von der Zeltplatzwartin wurden wir gelobt, wir seien die beste Gruppe, die sie je hatte… denn wir waren schon artig und immer so um 22:00 Uhr „in den Vogesen“. Dies liess uns an das vergangene Jahr an die „Gschpüürsch mi, füühlsch mi“- Tante erinnern, welche schon meinte, wir seien keine normalen Jugendlichen. Aber da wir ja in einem J+S- Lager waren und volles sportliches Programm hatten, waren wir abends immer schön müde…

So müde, dass am Samstag auf dem Rückspaziergang Mario Autostöppeln wollte, aber da meinten die anderen, es werde schön brav gelaufen, wie es schon die ganze Woche auch getan worden war. Doch nach kurzer Zeit hielt ein etwas in die Jahre geratener kroatischer Bus an und wir durften mitfahren. Leider konnten nicht alle von diesem super Ritt profitieren…die Armen! Diese einzige Begegnung mit den Einheimischen mag uns noch lange in Erinnerung bleiben: ca. 10 kroatische, fein herausgeputzte Chicas befanden sich in diesem übergrossen Bus und sangen in einer Lautstärke! (Wenn Damian so lauthals gesungen hätte, wären wir bestimmt vom Zeltplatz verwiesen worden…) Leider, oder vielleicht zu unserem Glück, verstanden wir nicht, wovon sie sangen… Es war jedoch ein superkurzer Heimweg und so blieb allen noch genügend Zeit, um die noch übrigen Kunas „z verschutte“ und so gings auf Souvenir-Einkauf. Von T-Shirts in der Grösse einer Zeltplane, über Magnete, Klettermaterial und Görkis wurde alles eingekauft. Nach dem Shopping in der riesigen Einkaufspromenade von Staringrad hiess es, unsere Unterkünfte abzubauen. Denn diese Nacht sollten wir im Aufenthaltsraum des Zeltplatzes übernachten, damit wir in aller Herrgottsfrühe am Sonntagmorgen losfahren konnten. Also zügelten alle ihre Schlafsachen in diesen Raum. Kurze Zeit später begann das grosse Umsatteln: einige hatten die Idee, unter dem wunderschönen Sternenhimmel zu schlafen, andere fanden die Idee gut und so kam es, dass fast alle draussen übernachteten, ausser Mario, welcher in seinem hübschen Zelt blieb. Und kaum eingeschlafen, kam eben genau dieser um 3 Uhr in der Früh und liess bei den Matten der unter dem freien Himmel Schlafenden die Luft raus- ein nettes Aufwecken!

Kurze Zeit später fuhren wir los, denn erneute 17 Stunden zusammengepfercht in unseren Boxen auf den Sitzhöckern erwarteten uns. So verabschiedeten wir uns mitten in der Nacht von den PW-Reisenden.

Alles schien prima zu laufen auf der Heimfahrt. Claudine erzählte gerade erst noch von ihren pannenunterbrochenen Ferien mit dem VW Büssli und kurze Zeit später rauchte es aus der Motorhaube. Aber das brachte Tom nicht aus der Ruhe, denn er wusste schon, was zu tun ist, da dies nicht das erste Mal war, dass uns genau das auf der Gotthardrampe passierte. Er montierte rasch seine gelbe Weste (eigentlich hätte sein Helm auch noch perfekt gepasst…) und untersuchte den Motor. Vor lauter Einsatz verletzte er sich noch am Arm, sodass auf der Stelle noch erste Hilfe geleistet werden musste… Durch den Gotthard preschten wir zu Gotthard und ab dann legte die DJane schweizer Mundart Musik auf, wo heiter mitgesungen wurde und so war dieser kleine unerwartete Zwischenfall bald vergessen oder verdrängt.

Nach dieser langen Fahrt kamen wir alle müde, aber ich denke ich spreche für alle, wenn ich sage in guter Stimmung zu Hause an.

Es war einmal mehr absolut genial, unvergesslich und man muss es einfach erlebt haben!

Herzlichen Dank an Tom für die Organisation und dafür, dass auch sehr Kurzfristige mitkommen durften. Vielen Dank auch an Mario, wir haben viel gelernt in dieser Woche, vor allem was das Friends- (und in geringerem Masse das Keilsetzen) anbelangt. Auch ein Dankeschön an Sonja, welche uns immer super bekocht hat.

Ich freue mich auf nächstes Jahr!

Ich habe bestimmt noch einige Ereignisse oder Insider vergessen, aber ihr könnt ja auch noch einen Bericht aus eurer Sicht schreiben. Ich hoffe, ich bin niemandem zu nahe getreten, denn ich habe versucht, mich stets neutral auszudrücken…

Claudine