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Skitour Prättigau

Die JO, auf der Suche nach Schnee und Sonne!

 

3 JO-ler/innen, 3 Gäste und der Leithammel brachen auf ins Schanfigg. Jeder vernünftige Mensch wäre an diesem Tag im Bett geblieben und hätte die warmen Federn für weitere Stunden genossen. Aber .......

 

Die geplante Tour wurde quasi rollend an den Verhältnissen angepasst, und die Abfahrt ins Prättigau wurde bald einmal aus dem Programm gestrichen. Eine Genussabfahrt ins Schanfigg  konnte, nach kurzem Kartenstudium und Blick in die nähere Umgebung, sicher auch nicht als der absolute „Knüller“ des Tages in die Geschichte eingehen. Die einzige Alternative wäre wohl wirklich das warme Bett gewesen!

 

Was soll’s: Kurz vor 10 Uhr standen wir bereits unterhalb der Dängelstöcke und das Ziel hiess bald einmal Hochwang.

Der Schnee war pickelhart – tags zuvor durchnässte der Niederschlag bis weit über 2500 Meter die Schneedecke – und der Aufstieg über den Ostgrat verlangte gewisse Vorsicht. Dass dabei die Sicht nicht gerade umwerfend war, spielte in diesem Moment kaum eine Rolle. Nein, es war fast ein kleiner Vorteil, denn man sah nicht, dass links und rechts steile Bergflanken ins Tal führten.

Kaum hatten wir es uns auf dem Ratoser Stein bequem gemacht, riss die Wolkendecken auf, und dem Weiterweg auf den Hochwang stand definitiv nichts mehr im Wege.

Bei speziellen Lichtverhältnissen setzten wir unsere Überschreitung fort, stiegen vom Ratoser Stein in den Sattel ab und schon folgte der finale Aufstieg zum Gipfel des Hochwang's.

 

Oben auf dem Gipfel; Sonne, Wolken und ein frischer Wind. Von der Gegend sah man eigentlich nicht allzu viel: Wolken, Nebel und den Gipfelsteinmann.

Für die Abfahrt hoffte ich sehr auf ein grosses Sonnenloch, so dass endlich die Schneedecke etwas weicher würde und bessere Sichtverhältnisse das Schneevergnügen in einen perfekten Genuss verwandeln würden. Leider war die Hoffung umsonst; unterhalb des Sattels mussten Karte, Höhenmesser und Kompass zur Hilfe genommen werden. Die Durchfahrt durch die Felsriegel zum Pagiger Bleis forderte nicht nur den Leiter, sondern auch die Teilnehmer/innen!

Im obern Teil verhinderte der Nebel ein genussreiches Gleiten, und unterhalb der Wolkendecke galt es eine lange Querung zu überwinden. Die Boarder lieben angeblich solche Fahreinlagen besonders!

 

Beim Weiler „In der Bleis“ folgte noch ein kurzer Ausbildungsblock und eine Stärkung für die weiteren, bretterharten Höhenmeter, die noch vor uns standen. Für die restlichen Höhenmeter galt bald einmal, sich auf mögliche Schneefelder zu konzentrieren.

Irgendwie war ich froh, dass wir alle heil unten bei der Talstation zum letzten Schwung ansetzen konnten. Und das Pünktchen auf dem „i“ war der abfahrbereite Shuttle-Bus zum einsamen Bahnhof von St. Peter.

 

Tja, toll war’s trotzdem, obwohl nicht ganz alle Wünsche in Erfüllung gingen.

Bis zum nächsten Mal; vielleicht bei Sonnenschein und Pulverschnee.

 

Tom

 

Wer war dabei:

  • Annette Ramp
  • Laura Abgottspon
  • Etienne Kaiser
  • Aline Lienhard (Gast)
  • Andi Binder (Gast)
  • Thomi Binder (Gast)