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Ski- und Snowboardtourenlager

...schwarz war der See!

Durch die grünen Wiesen schlängelte sich am 10. Februar ein weisses Büssli. Voll beladen mit Skis, Snowboards, jungen und alten JOlern, Proviant und guter Laune. So besserte sich auch allmählich die Schneesituation, bis hin zum Lagerhaus, welches tatsächlich von einer feinen Schicht der weissen Pracht umgeben war.

Kaum war alles ausgepackt und die etwas unterkühlten Zimmer bezogen wurde der Holzofen eingefeuert und der erste Lunch verspiesen. Nun soll es aber losgehen! Zuerst mit den Büssli und dann mit Skis und Schneeschuhen aufwärts, denn da soll ja auch der ersehnte Schnee zu finden sein. Dieser war dann auch vorhanden und wurde durch die LVS-Übung kräftig umgebuddelt. Auch ein „Lawinenopfer“ konnte mit der Sonde ausgiebig gepiekst und gepiesakt werden, bevor der erste kleine Gipfel erreicht und die erste Abfahrt unter die Bretter genommen werden konnte.

Der ersehnte Schnee vom ersten Tag blieb auch am zweiten Tag nicht aus. Mit Windbäen und gelegentlichen Regentropfen blieben „Stöllen“ nicht aus, was zu Schnweisstropfen führen konnten. Der Gipfel wurde mit Rückenwind erreicht und so hiess es besonders für die Anfänger „Abfellen für Fortgeschrittene“ in Wind und Wetter auf dem Patraflon. Die Abfahrt gestaltete sich insbesondere für die ungewachsten Sportgeräte eher zäh... Also auf zum Einkauf ins Sportgeschäft!

Der erhoffte Schnee war also da... Fehlt nur noch die Sonne! Diese zeigte sich an Tag 3 mal kurz und mal lang, wenn nicht gerade Graupelschauer das Mittagessen unterhalb des Stäckhütteghürns bezuckerten. Je nach Route verlief die Abfahrt von herrlich pulvrig bis abenteuerlich durch den Wald.

Nachdem alle Wetterlagen schon einmal vorgekommen sind wurde es aber wirklich Zeit für einen sonnigen Tag. Dieser startete mit einem kühlen und schattigen Morgen, welcher schon bald einem angenehmen Sonnentag wich... Der Wind hielt derweil den Schnee schön kühl, was für eine grandiose Abfahrt vom Widdersgrind sorgte! Mit Pirouetten, Couloirtechnik oder auch eleganten Schwüngen erreichten wir das Schattigseeli um von diesem gleich wieder zur Alpiglemäre aufzusteigen. Erste Spitzkehren wurden dabei mit mehr oder weniger ausgefeilter Technik über Schnee und Gras eingeübt. Nun ging es über schöne, nicht ganz unbefahrene, Hänge hinunter zum Parkplatz und für zwei Teilnehmer leider noch weiter... nämlich bis ganz nach Hause.

Zur Mitte der Woche hin sollte es nun möglich sein, den Ochsen ins Auge zu fassen. Dieser hatte uns seine schöne Abfahrt bereits am Vortag von weitem präsentiert. So starteten wir in der Frühe, und wurden schon bald mit etwas Sonnenschein belohnt. Dieser verschwand teils so schnell wie er gekommen war in einem Wechselbad von Heiter bis Wolkig. Nach einem Depot konnte der Gipfel erreicht und freudig anderen Berggängern zugejuichzt werden. Die Abfahrt war so schön wie erhofft und unsere Spuren gesellten sich zu den Schlangenlinien unserer Vorgänger.

Nun hat auch dieses Schönwetterloch leider am Donnerstag bereits wieder sein Ende gefunen. Ob auf der Piste oder bei Versuch Nr. 1 den Bürgle zu besteigen, das Resultat blieb dasselbe: kalt und nass traf man sich wieder in der Hütte zu einer Buchstabensuppe. So wurde der Tag bei gemütlichem beisammensein und guten Spielen ind der trockenen und warmen Hütte weitergeführt.

Wie der Donnerstag endete, so begann der Freitag... neben Regen, Drinnbleiben und Gesellschaftsspielen ergänzte auch eine kleine Yoga-Einlage das Lagerleben. Dem schlechten Wetter trotzend wurde der versuch Bürglen Nr. 2 gestartet. Unterwegs wurde zum Aufwärmen ein Loch gebuddelt und der Schnee (oder das Schnee/Wasser Gemisch?) auf seine Beschaffenheit analysiert. So ging es weiter durch Regen und Nebel in Richtung Morgetepass. Die anfängliche Freude über den entdeckten Kiosk wich der Ernüchterung. Ausser einem faulen Apfel und einem Stein bot dieser keine Verpflegungsmöglichkeit... klar bei dem Wetter im Winter.... Der Bürgle zeigte sich uns nicht und so traten wir erneut die Rückfahrt im Betonpulver mit eleganten und behäbigen Schwüngen an.

Und so kam es, dass der letzte Lagerabend anbrach. Das letzte schmackhafte, wenn auch sehr scharfe, Abendessen wurde verputzt und Ligretto-Fehden zu Ende ausgetragen. Der Plan für den Samstag stand auch schon fest: Putzen, Packen und ab auf den Bürglen!

Wie schon die Tage zuvor blieben weder Regen noch Wind aus. Auf dem Gipfel kam ein garstiger Wind mi Schnee dazu... Immerhin Schnee!! Abfgefellt und startklar ging es an unsere letzte Abfahrt durch den noch etwas betonigeren Betonpulver.

Zu guter letzt soll das feine Essen gerühmt werden! Einfach fein nach super Rezepten zubereitet, genau das Richtige nach einem schönen Tourentag. Auch wenn es manchmal hies Pulver schlecht blieb doch die Stimmung gut und die Knochen heil. Dank der ausgezeichneten Lagerleitung von Tom Kaiser und der Führung von Alfons Kühne konnten wir schöne, sonnige, windige, regnerische und rundum tolle Tourentage erleben.

Danke Tuusig!!

Annika Herzog

Wer war dabei:


Alfons Kühne, Bergführer
Miriam Ermuth
Volker Ermuth
Selina Gfeller
Joel Greiner
Annika Herzog
René Heyn
Etienne Kaiser
Tom Kaiser, Leiter
Noëmi Löw (Sa-Di)
Paul Sonnenschein (Sa-Di), Leiter
Joel Stoll