Bereits die Anreise am Freitagabend war ein Erlebnis. Die einen liefen mangels abendlicher Busverbindung zu Fuss von Melchtal zur Stöckalp, andere mussten bei Wilhelm Tell einen Schlafsack organisieren und einer liess sich auf der Autobahn fotografieren. Die Pastaparty im Sportcamp auf der Stöckalp war gut.
Der Samstag begann ganz bequem mit einer Gondelfahrt auf die Melchsee-Frutt. Pünktlich um 10.30 Uhr war dann der Start am Melchsee. Ab jetzt wurde es anstrengend. Rechts um den See, das Skilift-Trassee hinauf, um das Horn herum und zur nächsten Alp, dann ein quer-durch-die-halbe-Karte Routenwahlproblem und ein Brunnen zum Wassertanken. Übers Abgschütz zurück zum See, nochmals rechts herum und dann nur noch schnurgeradeaus und mit ein paar Umwegen zum Ziel des ersten Tages beim Tannensee.
Die Teilnehmer der kürzeren Strecken bädelten ganz entspannt im See. Wir jedoch mussten bei der Materialkontrolle zeigen, dass wir Apotheke und Schlafsack dabei hatten. Anschliessend begann die Verpflegung: als Apéro etwas Isostar, dann als primo Piatto Quick Lunch Nudeln in Rahmsauce, als secondo Quick Lunch Kartoffelbrei mit Creme fraiche und Schnittlauch und als terzo Piatto Quick Lunch Hot Chili Nudeln. Das Dessert mit Schoggicreme aus Milchpulver zum kalt-Anrühren wurde verschmäht, weil man unterwegs zum Him- und Heidelbeersammeln keine Zeit fand. Stattdessen wurde ein Stück Aprikosenkuchen in der Tannalp verdrückt. Nach einem erholsamen Schlaf (gibt es eigentlich auch Zelte mit einem ebenem Boden?) wurden wir bereits um Viertel vor Sechs geweckt. Zwei Angensteiner-Teams durften um sieben Uhr starten. Die andern folgten dann um acht.
Die Strecken vom Sonntag waren mit weniger Aufstiegshöhenmetern versehen, dafür aber umso mehr Abstiegsmetern und vor allem viel Distanz. Man kam fast bei allen Seen vorbei (Blausee, Melchsee, Tannensee, Engstlensee). Nach dem Übergang Chringen ging es dann endlich nur noch bequem hinunter, leider mit einem kleinen Umweg mit nochmals 250 Metern Aufstieg. Bei der Temperatur wäre das eingentlich gar nicht zulässig gewesen. Durchs Brennessel-Wäldchen und über den 37. Kuhdraht erreichten wir endlich das Ziel beim Sportcamp in der Stöckalp.
In der Kategorie "Trail-Marathon Strong" erreichten die Angensteiner-Teams den 2. Platz bei den Damen und den 2. Platz bei den Couples. Herzliche Gratulation.
In der Kategorie "Orienteering-Marathon Light" war der erreichte Rang nebensächlich, aber die Strecke überraschend lang: mehr als 45 km, 2500 m Aufstieg und 3400 m Abstieg, d.h. 71 Leistungskilometer an beiden Tagen zusammen.
Die Kategorie "Trail-Marathon Light" ist kurz und schnell. Da schafft es jeder ins Ziel, vielleicht auch du im nächsten Jahr in Campra, südlich des Lukmanierpasses. Wer ist dabei?

































