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Canyoning
Wie üblich in den letzten Jahren reisten wir am Freitagabend in die Nähe des Wassers. In diesem Jahr war unser Ziel allerdings nicht im Tessin, sondern in der Ostschweiz. Etwas abenteuerlich war das Einladen des Palett-Rollis für Meieli, aber dies hat mit dem Canyoning eigentlich nichts zu tun. Nach einer ruhigen Fahrt nach Hundwil, dem Studium diverser Karten resp. Routenplaner-Angaben und einem Telefon fanden wir in Hundwil das 300-jährige heimelige Haus von Meieli. Etwas länger dauerte die Suche nach dem Rüebli-Schäler.

Am Samstagmorgen durfte jeder in Meieli's Keller den passenden Neoprenanzug anprobieren. Meiner war wie jedes Jahr viel zu eng: kurz und breit gibt es nicht. Später, in Dornbirn, begaben wir uns ins kühle Nass der Kobelache. Diese Schlucht bietet eine einfache Anreise, ist nicht zu schwierig und nicht zu lang und daher viel begangen. Kleine Abseilstellen und einige Sprünge wechselten sich ab. Das Wasser war leider etwas trüb, so fanden wir zwar keine Goldstücke, aber einen perfekten Platz für die Mittagspause. Neu in diesem Jahr war das Grillieren am Fluss: nach 1-2 Klöpfern mit Brot passte dann mein Neopren-Anzug noch schlechter. Ich versuchte nach der Schlucht abzunehmen, indem ich mich freiwillig zum Holen des Büslis meldete.
Am späteren Nachmittag verschoben wir uns ins Glarnerland an den Klöntalersee, wo wir auf dem wunderschön gelegenen Campingplatz Vorauen übernachteten.

Am Sonntagmorgen war zuerst der einstündige Fussmarsch nach oben angesagt und dann ein kurzer Abstieg durchs Unterholz hinein in die Schlucht. Schlucht? Eher ein 400m-Abseilparcour über/in/durch die Wasserfälle des Sulzbachs. Das hat riesig Spass gemacht. Das Training am Vortag mit Einrichten der Abseilstellen hat sich bezahlt gemacht. Wir kamen zügig vorwärts respektive hinunter. Nachdem Meieli am letzten Stand noch ein zusätzliches Loch gebohrt hatte, genossen wir die abschliessende 50m-Abseilstrecke im Wasserfall.

Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen beigetragen haben: Meieli und Flip für die Organisation und allen TeilnehmerInnen für die Kameradschaft. Und vielleicht darf ich dann im nächsten Jahr den Fotoapparat meiner Tochter ausleihen. Meiner scheint nicht mehr ganz dicht zu sein: deswegen habe ich nur Bilder aus dem ersten Teil der Kobelache. Felix