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Skitourenlager Valle Maira

Topoliiiino!

Dunkel war es, und die Einzigen auf dem Gundeliparkplatz am Samstag um 6 Uhr in der Früh waren Junge Obersportliche (sog. JO-ler) und etwas ältere immer-noch-Sportliche. Mit noch schläfrigen Gesichtern aber vereinten Kräften versetzen wir auf dem Parkplatz bereits den ersten Berg, den Gepäckberg: Skischuhe, Bords, Lunch für eine Woche, Helm, Schaufeln – Material von 23 Tourengängern für 8 Tage wird alles in den Anhänger geladen. Wir steigen in die legendären JO-Büssli, und nachdem jeder das Gefühl hat, den besten Platz ergattert zu haben, gehs’t los!

Auf der Hinfahrt interessieren sich Meret und Sonja unfreiwillig für Turin und kurven etwas länger (und etwas orientierungsloser) als geplant durch diese Stadt… Tjaja, alle Wege führen nach Rom, aber nicht alle nach Ceaglio J Unser Ziel versteckt sich in den italienischen Südalpen hinter mindestens 7 Tälern. Aber statt den 7 Zwergen erwartet uns am Abend bei Tisch ein 7-Gang-Menu (bei Sämi wird das mit allem Nachschlag zu einem 14-Gänger J ) Einmal mehr sind wir uns einig, dass Tom einen sechsten Sinn hat für die beste Lagerorganisation!

Da wir nicht selber kochen (und abwaschen!) müssen, bleibt uns doppelt so viel Energie für allerschönste Skitouren J ! Immer mit dabei: Das „Liintuech“, ein Weg-Orakel zu den prächtigsten Gipfeln. Sonntags (erste Tour von Georg!) überblicken wir vom Monte Tempesta die ganze Po-Ebene und hängen gleich einen zweiten Gipfel an. Am Montag schneit es ununterbrochen und wir hantieren draussen wir mit dem LVS. Ab Dienstag holen wir wieder die Sonnencreme hervor - David einmal sogar die Badehose! So steht einer grandiosen Powder-Abfahrt nichts mehr im Wege. Alfons, der Bergführer, sucht für uns die schönsten und sichersten Hänge (sicher vor Lawinen, aber nicht vor Steinen, wie wir bald merken)…
Unsere Gruppe ist bis auf zwei Ausnahmen stark und schnell. Die Ausnahmen sind Sämi und Andi: sehr stark und viel schneller… ;-)! Im Schnitt sammeln wir täglich 1200 Höhenmeter. Stöffel sammelt zudem Kratzer an seinem Bord, und freitags sogar erste Erfahrungen auf den Skiern…  (H)Einer unser Profiskifahrer hat immer guten Rat für die Anfänger. Besonders anschaulich war Lektion „richtig Vorlag geh“ - die Show mit dem ungewollten Bauchplatscher. Jemand kann dies aber noch toppen: Jodok mit der Show „Ski-platscht-mitten-von-der-Brücke-ins-Wasser“. Doch die ungekrönte Show #1 der Woche ist und bleibt „Beni-Mirco-und-Sämi-platschen-in-den-Eisbrunnen-und-machen-nackte-Schneeengeli“.
Sorry, das Beweisfoto wurde zensiert…
J

Abends konzentrieren wir das Krafttraining auf die Lachmuskulatur. Hierfür eigens die „love&laugh-life“-Strategie von Mirjam und Tirza: Man schreibe eine Verkuppelungsliste und bringe diese in den Umlauf… Für das nächstjährige Lager brauchen wir dringend eine höhere Frauenquote, bitte anmelden, wir garantieren attraktive Partien für jede Altersklasse… ;-) !! 

Leider mussten wir vorläufig Abschied nehmen vom langjährigen JO-Kultbüssli. Falls es nicht mehr geflickt werden kann wünschen wir ihm von Herzen eine schöne Zeit in den ewigen Schneegründen von Ceaglio!

Ebenfalls von Herzen eine schöne Zeit (aber nicht in den ewigen Schneegründen, sondern für die weitere endlose Geschichte mit der JO Angenstein feat. JO Baselland!!) wünschen wir insbesondere Thomas Kaiser und Alfons Kühne.

Grazie Mille per la più grandiosa settimana J !